Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Michael – Tesla Model S Erfahrung nach 19 Monaten / 79.410 km

Um eine Vergleichbarkeit unterschiedlicher Nutzerprofile zu ermöglichen hier auch ein Bericht zu meinem ModelS. In Anlehnung an Christians Beitrag zum TeslaRossa hier nun auch meine Einschätzung zu unserem BATmobil.

Was gefällt mir am meisten?

Die Ruhe
Da ich unser Fahrzeug fasst ausschliesslich auf Langstrecken bewege, ist das Klangerlebnis einer Operaufführung oder das Hören vom cleanelectric Podcast mit meinem Junior ein unschlagbares Argument für das Paket geräuschlosem Reisen und ausgewähltem Entertainment.

KEIN Autopilot
Den Autopilot habe ich erstmalig auf einer Besuchsreise zu meinem Firmenpartner lieben gelernt (wohlgemerkt den AP1). Ich bin von Berlin nach Ulm nachdem ich die AP1-Idee verstanden hatte mit ca. 75% reinem Autopilot gefahren. Ich brauche den persönlich im BATmobil gar nicht und nehme lieber die 27km/h mehr in der Cruise Control. Da ich von ca. 400 Mitfahrern als sehr sicherer Fahrer in der Vergangenheit bezeichnet worden bin, kann ich von mir ehrlich behaupten „… brauche ich im TESLA nicht“.

Entwickelt in 2012 und doch zeitgemäß
Das Fahrzeug (VorFacelift) ist in 2012 entwickelt worden, jedoch durch viele OTA Updates immer noch anderen Herstellern um Längen voraus. Ich hatte die Gelegenheit viele Fahrzeuge zu testen, dabei jedoch nie das innere Bedürfnis verspürt, das BATmobil gegen etwas anderes eintauschen zu müssen. Für mich das ausschlaggebende Argument ist die dabei die bewiesene Möglichkeit dem Fahrzeug durch Aktualisierungen eine vollkommen neue Funktionalität bereit zustellen, wozu bislang keiner der anderen Hersteller ein annähernd vergleichbares Konzept anbietet, siehe das aktualisierte Navigationssystem in 04/2018.

Puristischer Innenraum
Ich habe am Geburtsort des Bauhauses in Weimar studiert und liebe schlichtes Design. Das finde ich im Fahrzeug wieder. Schon die fehlenden „Müll-„ablagen in den Türen, einer meiner wesentlichen Vorteile des ModelS gegenüber dem Model3. Deswegen wird ein Model3 zwar mit Sicherheit auch in unseren Fuhrpark kommen, aber dann fährt dies meine Frau.

Umweltgedanke
Klar kommt bei mir auch der Umweltgedanke. So habe ich für unser ModelS erstmalig einen Tip-Top funktionierenden, auf AutoGas umgebauten 5er BMW abgegeben. Das war der erste Autokauf für mich, der nicht aufgrund einer Notlage erforderlich gewesen ist. Für mich ist beim Blick in den Rückspiegel des ModelS in die Augen meiner Kinder der Moment, in dem ich von mir sagen kann: „Ich rede nicht darüber, ich tue etwas für meine Kinder.“ Die Diskussion bezüglich seltener Erden und den Batteriebestandteilen ist nach meiner Ansicht Augenwischerei … der Sprit an der Tankstelle kommt ja ganz sauber zu uns … ich war schon auf den Ölfeldern in Sibirien und weiss, warum ich dort nicht wohnen könnte.

Tesla Supercharger
Der Supercharger in Weimar ist 8km von mir entfernt. Gefragt nach möglichen Standorten für einen Ladepark von Tesla hatte ich diesen Standort (mit Hintergedanken) auch empfohlen. Ich nutze diesen so oft ich kann, da ich das Fahrzeug meist bis auf untert 10km Restreichweite leer fahre. Der SuC ist eine verfügbare Infrastruktur die TESLA ohne staatliche Fördermittel bereitstellt, die jedoch mit dem CCS Ausbau auch komplexer und fehleranfälliger geworden ist. Mein Junior erklärt gern interessierten älteren Besuchern, dass ein Ladevorgang auch von unter 10jährigen problemlos „abgehandelt“ werden kann.

Marginale Kosten
Die Kosten beschränken sich auf das Laden, Fahrzeuginspektionen, Reifen und die Versicherung

Versicherung : 1.700,00 €
Garantieverlängerung : 3.800,00 €
– MCU Austausch
– Parkbremse Beifahrerseite
– 2x Türgriffe

Ladekarten & Kosten
NewMotion 18.00 €
plugsurfing 17,97 €
Vattenfall 0,00 €
Maingau 2,24 € (im Bundesverkehrsministerium)
Stadtwerke Jena 50,00 € (Ladenetz Flatrate von 01/2018 – 06/2018)
Stadtwerke Erfurt 31,15 €
Rheinhessische 7,64 €
Stadtwerke Gronau 60,00 € (Ladenetz Flatrate von 06/2019 – … 😉

Kosten Ladestrom: 187,00 €


Reifen
1300,00 € montierte Winterreifen auf Felgen
360,00 € 2 Stck Ersatz Sommerreifen in 08/2018
320,00 € 2 Stck Ersatz Winterreifen in 01/2019
300,00 € 2 Stck Ersatz Winterreifen in 10/2019 (die alten Hinterreifen sollten ursprünglich
für ein ADAC-Fahrsicherheitstraining verwendet werden … kommt nun in 2020)
Inspektion TÜV (1x Felgenreparatur)
336,00 €

Kosten Wartung: 2.616,00 €
Gesamtkosten 8.303,00 €
Kilometerkosten : 8303 € / 79.400 km = 0,104€ / km

Kofferraum
Ich habe mich bewusst für einen Hecktriebler mit MEGA vorderem Kofferraum entschieden. Es passt mehr rein in unser ModelS als in den BMW 5er mit Dachbox. Einfach unschlagbar ist es im Urlaub einen „kontaminierten“ vorderen Kofferraum für die Strandsachen zu haben und im hinteren Kofferraum das normale Gepäck. Daran muss sich jedes nachfolgende Fahrzeug messen lassen.


Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

erneute Verbesserung des 24h Weltrekords im TESLA Model3 unter Strassenbedingungen

Die YouTube-Community hat innerhalb kürzester Zeit erneut auf der Autobahn (diesmal in Thüringen) bewiesen, was mit dem Tesla Model3 im fließenden Verkehr wirklich möglich ist.
Interessanter „Nebenbei-Effekt“ – die Rekordstrecke liegt direkt vor unserer Haustüre …

Link zum Video auf dem Kanal von „Andreas Haehnel“

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Beacon & Teslalogger mit iPhone

Ursprünglicher Artikel vom 3. April 2019 von Christian P. aus dem impala64 Blog

Zum Hauptartikel “Teslalogger mit Raspberry Pi 3+ MySql + Grafana” geht es hier: LINK

Wie man in den FAQs nachlesen kann, darf man nicht ununterbrochen auf die TESLA-API zugreifen, ansonsten kann das Fahrzeug nicht in den Sleep Modus gehen und verbraucht so bis zu 4 kWh am Tag. Deshalb kann es hin und wieder vorkommen, dass maximal 21 Minuten an Daten fehlen.

Um das zu umgehen, kann man dem Teslalogger mit einem Trick sagen, dass er jetzt wieder „zuhören“ soll.

Leider kann man unter iOS keine Aktionen durchführen, wenn eine Bluetooth Verbindung hergestellt wurde. Somit kann man den Teslalogger nicht aufwecken, wenn sich das iPhone mit der Tesla Freisprecheinrichtung verbindet. Eine Möglichkeit unter iOS ist ein iBeacon zu verwenden.

Voraussetzungen:

Einrichtung App Geofency:

Beim “Betreten” des iBeacon soll eine URL per HTTP GET ausgeführt werden.

Die URL ist:
http://teslalogger.de/wakeup.php?t=abcdefg

t=abcdefg muss mit dem Attribut geändert werden, den man beim Neustart des Teslalogger im Logfile findet:

24.01.2019 09:48:15 : Tasker Config:
Server Port : https://teslalogger.de
Pfad : wakeup.php
Attribute : t=1234abcd

Funktionsprüfung

  • Zum Auto gehen und warten bis das iPhone das iBeacon erkennt.
  • Teslalogger neu Starten

Beim Neustart des Teslalogger wird überprüft ob das Webservice vom Tasker aufgerufen wurde. Wenn alles geklappt hat, dann steht im Logfile vom Teslalogger:

 24.01.2019 10:24:40 : TaskerWakeupfile available! [Webservice] 

Wollte der Teslalogger gerade aufhören mit dem Fahrzeug zu kommunizieren, dann sieht man im Logfile:

24.01.2019 10:20:28 : Waiting for car to go to sleep 8
24.01.2019 10:21:29 : Waiting for car to go to sleep 9
24.01.2019 10:22:29 : TaskerWakeupfile available! [Webservice]
24.01.2019 10:22:29 : Wakeupfile prevents car to get sleep
24.01.2019 10:22:31 : online